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Gähnende Leere herrscht in der Hohenleubener Talsperre. Foto: Heidi Henze, OTZ |
Gähnende Leere herrscht in der Hohenleubener Talsperre. Das Wasser hat sich zurückgezogen und lediglich im alten Flussbett der Leuba plätschert es noch ein bisschen. Foto: Heidi Henze Gähnende Leere herrscht in der Hohenleubener Talsperre. Das Wasser hat sich zurückgezogen und lediglich im alten Flussbett der Leuba plätschert es noch ein bisschen. Foto: Heidi Henze Fast scheint es wie der pure Hohn das Schild der Thüringer Fernwasserversorgung Baden verboten an den Ufern der Hohenleubener Talsperre. Ein Bad im kühlen Nass ist abgesehen von den frostigen Temperaturen wohl kaum möglich. Lediglich ein Schlammbad wäre von Hohenleubens Seite aus denkbar.
Hohenleuben. In der Talsperre herrscht Ebbe. Nur ein kleines Rinnsaal plätschert dahin. Die Leuba hat sich ihr altes Flußbett wieder gesucht. Die Steinbrücke Neumühle über das Flüsschen liegt fast im Trockenen, alte Fundamente der Neumühle schnuppern Frischluft und gegenüber der Hohenleubener Uferseite zeigt sich der alte Mühlgraben. In dem Talsperrengewässer fehlen fast dreieinhalb Millionen Kubikmeter Wasser. Das ist weit über die Hälfte des Volumens. Knapp fünf Millionen Kubikmeter Wasser fasst das Gewässer auf rund 57 Hektar.
1975 war mit dem Bau der Talsperre begonnen worden. Am 2. Oktober 1981 war sie fertiggestellt. Zum Schutz vor Hoch- und Niedrigwasser dient der aufwändige Bau. Kurzum: Hier sollte in der niederschlagsreichen Jahreszeit, sowie in den Winter- und Sommermonaten, das Wasser angestaut und später bei längerer Trockenheit dosiert in die Fließgewässer die Weida und die Weiße Elster abgegeben werden. Die Landwirtschaft sollte ebenso von dem Brauchwasser Nutznießer sein, indem sie es zur Beregnung für ihre landwirtschaftlichen Flächen nutzt und natürlich auch zur Fischzucht.
Falsch wäre die Behauptung, dass nur der fehlende Niederschlag Ursache für die Ebbe in der Talsperre sei. Denn bereits im vergangenen Jahr wurden Korrosionsschutzarbeiten an den Grundablassleitungen des angestauten Gewässers ausgeführt. "Dazu musste der Wasserstand abgesenkt werden, um bei Hochwasser einen zusätzlichen Stauraum zur Verfügung zu haben, der es ermöglicht, die Baustelle, die sich im Hochwassergewölbe der Talsperre befindet, rechtzeitig zu räumen", sagt Jürgen Söllner, Leiter des Meisterbereichs Zeulenroda-Triebes der Thüringer Fernwasserversorgung.
Rein in die Kartoffeln bei Opa Neudeck in Tschirma Nah dran: Wie neun Kinder der Kindertagesstätte "Wirbelwind" aus Lunzig den Tschirmaer Bauern Gerd Neudeck tatkräftig bei der Ernte von Erdäpfeln unterstützen. Die ist in diesem Jahr übrigens besonders gut ausgefallen.Tschirma. Stolz wie Oskar sitzen oder stehen Noah, Alexandra, Robin, Luis, Shannon, Alina, Florian, Benjamin und Maximilian auf dem Traktor von Bauer Gerd Neudeck aus Tschirma. Einer von ihnen darf immer vorn mitfahren, während die anderen acht Kinder aus der Kindertagesstätte "Wirbelwind" Lunzig tatkräftig die frisch geernteten Kartoffeln von Steinen und Erde befreien, bevor diese vom Band aus in den Vorratsbehälter fallen. Ein Ausflug der besonderen Art für die große Gruppe des Kindergartens, der dank Robin, dem Enkel von Gerd Neudeck, zu Stande kam. Der schwärmte in der Kita nämlich oft von Opas Bauernhof, erzählte, wie er mit ihm auf den Traktor unterwegs war. Auch mit verschiedenen Kartoffelsorten kennt sich der Neudeck-Spross dank des Großvaters schon gut aus. Was lag da näher, als mit der gesamten Kindergartengruppe einen Ausflug zu Opas Domizil zu machen und ihm und Oma Anita, die natürlich auch mit dabei war, bei der Ernte von Erdäpfeln über die Schulter zu schauen. Brit Drechsler, Leiterin der Kita und Erzieherin in der großen Gruppe, musste sich da auch nicht lange überreden lassen. "Wir sind sowieso viel in der Natur unterwegs. Eine Kartoffelernte, das Zusammenspiel von Mensch und Technik zu erleben, das ist ein Erlebnis für alle Kinder", befand sie und schwupps war der Termin mit Gerd Neudeck, zu dem auch noch Mutti Manuela Goder mitkam, ausgemacht. Auf dem 0,75 Hektar großen Kartoffelfeld der Neudecks ging es dann auch gleich los. Die begeisterten Kinder fuhren auf dem Kartoffelroder mit, einer Maschine, die die Erdäpfel zunächst dem Erdreich entlockt und diese dann über ein Band in einen Vorratsbehälter befördert. Erhalten hat sie Gerd Neudeck übrigens kurz nach der Wende von einem Bekannten aus Schwaben. Nachdem Kinder und Erwachsene während des Vorgangs die Kartoffeln von Steinen und Erde befreiten, war der nächste Haltepunkt ein Anhänger. Da hinein wurde die kostbare Fracht, die Gerd Neudeck sogar in andere Bundesländer verkauft, dann geschüttet. Fertig war die Ernte. Die Kinder, 18 besuchen die Kita Lunzig insgesamt, waren die ganze Zeit voll bei der Sache. Sicherlich auch ein Verdienst des guten Frühstücks, das sie zuvor bei den Neudecks eingenommen hatten. Jeder von ihnen durfte auch Kartoffeln mit nach Hause nehmen. Ein Ausflug, der viel Freude bereitet hat und sicherlich Lust auf eine Wiederholung macht. Übrigens: Die Kartoffelernte war dieses Jahr besonders gut, 500 Zentner konnte Gerd Neudeck ernten. Die Dickste davon wiegt sage und schreibe 1,1 Kilogramm. Das allein müsste schon fast für einen leckeren Kartoffelsalat reichen.
Holger Zaumsegel / 16.09.11 / OTZ Nasses Trödel-VergnügenVon oben hatte man eine tolle Aussicht über den Markt. Lunziger Markt: Zum Lunziger Bauern- und Trödelmarkt kamen gestern trotz des nassen Wetters zahlreiche Besucher. Sie konnten bei den verschiedenen Händler aus einem großen Sortiment, bei dem für jeden etwas dabei war, auswählen. Bei schönem Wetter sind hierher schon bis zu 5000 Besucher gekommen. Gestern waren es nicht ganz soviele. Etwa 2000 schätzte Dieter Weber vom ausrichtenden Feuerwehrverein Lunzig/Hain.
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